Schutz einer Privatkunden-Villa

Privatkunde, Deutschland

Privatkundenvilla (Symbolbild aus Kundenschutzgründen)

Eckdaten:

  • Weitläufiges Grundstück mit über 10.000m² Größe
  • Überwachung der Grundstücksgrenze (Perimeter)
  • Einsatz von Lichtschranken, Zaundetektoren und Videoanalyse
  • Zusätzlicher Einsatz einer Speed-Dome-Kamera zum Tracking von Eindringlingen auf dem Grundstücksareal
  • Einspeisung der Kamera-Video- und Audiostreams in das Kundennetzwerk
  • Schutz von Innen mittels Sicherheitsnebelsystem

Anforderungen von VIP-Privatkunden sind sehr individuell.
So soll in der Regel auf Videobilder der Kameras nicht ungehindert zugegriffen werden können – auch nicht von berechtigten Personen wie zum Beispiel einem Wachdienst. Die Bewegungsfreiheit darf nicht eingeschränkt werden und oft sollen Überwachungsmaßnahmen diskret und unauffällig auf dem Grundstück platziert werden.
Solche Anforderungen stehen im ersten Moment entgegen den üblichen Anwendungen von Sicherheitstechnik.
Die Sirene an der Außenwand zeigt an, dass hier überwacht wird. Kameras an den Grundstücksgrenzen zeigen an, in welchen Bereichen eine Überwachung stattfindet (oder auch nicht). Die traditionelle Einbruchmeldeanlage wird entweder scharf oder unscharf geschaltet. Es gibt nur “den Alarm” – ein Voralarm ist gemäß geltenden Richtlinien nicht vorgesehen. Videokameras sind eigentlich nur zur Dokumentation des Umfelds installiert, denn nur in wenigen Fällen sitzt entsprechend geschultes Wachpersonal hinter diesen Kameras und beobachtet rund um die Uhr das Anwesen.

Schauen wir uns ein mögliches Angriffsszenario an:
Der Zaun – die erste Hürde für den potentiellen Eindringling. Entsprechend stabil und hoch sollte dieser von einer Standard-Leiter nicht einfach zu überwinden sein, “Überstieg” und “Anleitern” sollten zuverlässig erkannt und als Voralarm gemeldet werden. Innerhalb weniger Sekunden hat der Täter große Strecken auf dem Grundstücksareal zurückgelegt. Bei WARNING kalkulieren wir 10 bis 15 Sekunden, um eine Strecke im freien Feld von ca. 50 Metern zurückzulegen. In der Regel ist im Privatbereich das Gebäude bereits nach 20 bis 30 Sekunden erreicht.
Auf dem Weg zum Gebäude durchquert der Täter schnellen Schrittes große Bereiche des Gartengrundstücks – und wird von verdeckt montierten Lichtschranken zuverlässig detektiert. So wird im Perimeterbereich aus einem “Voralarm” ein “bestätigter Alarm” – mehrere, unabhängige Technologien haben einen “Perimeterbruch” erkannt, noch bevor der Täter das Haus erreichen kann.
Der akustische Alarm wird ausgelöst – Zeit für die Familie sich ins Innere des schützenden Gebäudes zurückzuziehen.
Fenster und Türen werden geschlossen, der stabile Rollladen wird automatisch herabgelassen. Natürlich sind Türen und Fenster entsprechend verstärkt; gemäß des Sicherheitsempfindens des Kunden wurde eine Auswahl aus den zur Verfügung stehenden Widerstandsklassen (RC1 bis RC6) getroffen.
Der maskierte Täter ist mittlerweile an der Gebäudehülle angekommen. Die umliegenden Kameras haben ihn detektiert, die Videoanalysesoftware hat ein Bild des Täters inklusive Videosequenz bereits an die ständig besetzte Stelle (Wachdienst) übermittelt. Der Wachdienst erhält zusätzlich zu dem bestätigten Alarm über den Perimeterbruch nun wenige Sekunden später bereits die ersten Bilder vom Objekt – zur schnellen Bearbeitung und Situationsbeurteilung erst in niedriger, kurz danach in hoher Auflösung.
Jetzt versucht der Täter die verstärkte Außenhaut des Gebäudes zu durchdringen.

Die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen ist ein probates Mittel, um die Widerstandszeit von Gebäudehüllen oder Zugängen zu verlängern.
Leider ist Mechanik nicht immer berechenbar – denn Kraft führt immer zu entsprechender Gegenkraft. So lassen sich Täter schon seit Jahren immer radikalere Methoden einfallen, um mechanische Maßnahmen durch Einsatz von mehr Gewalt oder anderer, zusätzlicher Hilfsmittel erfolgreich zu überwinden.
Unser Täter hier hält sich aber an die Vorgaben und versucht die Scheibe gemäß den Anforderungen der geltenden Richtlinien mittels Handaxt zu überwinden. Nach einigen Versuchen ist er erfolgreich. Er greift durch das Fenster und öffnet die Terrassentür.

Unsere Familie hat sich mittlerweile in den vorbereiteten Rückzugsraum begeben. Die Kommunikationsleitung zur Polizei steht, der Wachdienst berichtet ebenso in regelmäßigen Abständen über die Bewegungen und Handlungen des Täters.

Es sind nun 2 Minuten seit dem bestätigten Alarm vergangen.

Das Polizeikommando ist unterwegs. Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Einsatzort bei unserer Familie. Doch der Täter befindet sich bereits im Gebäude. Nur wenige Meter trennen Ihn nun von der Familie, die Mittel der Gegenwehr scheinen fast erschöpft. Nur die letzte Tür des Rückzugraums trennt die Familie vom Täter, dessen Motivationsgrund sie nicht kennt.
Eine weitere Sicherheitsbarriere wird nun aktiviert: innerhalb von wenigen Sekunden ist der Bereich vor dem Schutzraum mit künstlichem Nebel geflutet. Die Sicht auf das Umfeld ist für den Täter unmöglich; zusätzlich ertönt ohrenbetäubender Lärm, der dem Täter einen weiteren Sinn raubt. Er hört und sieht nichts mehr! Die Tür zum Rückzugsraum, die soeben noch klar erkennbar war, ist verschwunden.
PANIK! RÜCKZUG!
Wie ein gescheuchtes Tier tastet er sich in die Richtung, die er vermeintlich kennt. Wieder zurück – raus ins Freie. Das zu erreichende Ziel, fast schon zum Greifen nah, rückt in den Hintergrund seiner Motivation. Er flieht – im Hintergrund erschallen Polizeisirenen.
Er hat versagt.

Was sich wie ein Kriminalroman liest, stellt sich im wahren Leben eines Sicherheitsunternehmens nur als eines von mehreren möglichen Angriffsszenarien dar, die wir mit unseren Kunden im Vorfeld eines Projekts besprechen und diskutieren.
Szenarien wie diese und noch ganz andere – unvorstellbare, teilweise fast schon filmreife – haben unsere Errichter-Partner und wir in über 60 Jahren Marktpräsenz erlebt.

Es ist Zeit, die richtigen Sicherheitsmaßnahmen gegen die potentiellen Angriffe unserer Zeit zu ergreifen.
Wir sind froh, dass wir unsere Kunden dabei unterstützen dürfen.

WARNING | We protect. Far beyond the Standard.